Im Gespräch II: General Kasdorf

Der stellvertretende Inspekteur des Heeres ist der höchste Vertreter des deutschen Militärs in Lourdes.
Generalleutnant Bruno Kasdorf wurde katholisch erzogen, hat 4 Kinder und eine evangelische Ehefrau.
Dies ist seine erste Wallfahrt. Natürlich konnte auch er sich nicht DER Frage des Blogs entziehen.
Sehen Sie das Interview hier:

Das Gespräch auf YouTube:

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Im Gespräch I: Staatssekretär Stéphane Beemelmans

Im deutschen Zeltlager war am heutigen Samstag Vormittag Zeit für Besinnung und ungezwungene Gespräche. Zunächst führte Militärbischof Overbeck einen Gottesdienst mit Firmung und Taufe einiger Soldaten und Soldatinnen durch. Im Anschluss gab es noch die Gelegenheit für Gespräche mit den anwesenden hochrangigen Vertretern aus Politik und Militär. Auch wir haben die Gelegenheit für Nachfragen genutzt. Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, Herr Stéphane Beemelmans, war dabei einer unserer Gesprächspartner. Natürlich haben wir auch DIE Frage des Blogs gestellt: Was bedeutet Glauben für Sie, Herr Beemelmans?

Das Gespräch auf YouTube:

Glauben bedeutet für: Familie Schlaus

Familie Schlaus wohnt im in der Nähe von Koblenz, also im wundervollen Rheinland, in dem der Autor dieses Artikels ebenfalls zwei schöne Jahre seiner Dienstzeit verbringen durfte. Beide Söhne der Familie haben in der Bundeswehr gedient. Dies ist ihre sechste Wallfahrt, die sie extra in die Zeit der Soldatenwallfahrt gelegt haben, um das Besondere daran zu erleben.

„Glauben ist für uns die Liebe zwischen den Menschen, das Miteinander. Wir gehen auch mindestens jeden Sonntag in die Kirche. Glaube macht nach unserer Ansicht die Menschen froh.“

Wallfahrt auf den Pic du Jer

Wir hätten es auch bequemer haben können. Eine DVD beispielsweise. Wir haben uns trotzdem auf den Weg gemacht, um den Pic du Jer zu erklimmen. Denn wir wissen: oben auf dem Berg, da steht in unseren christlichen Landen zumeist das Gipfelkreuz. Dieses steht für den sich weitenden Blick, von dort sieht man vielleicht auch eine Wirklichkeit, die gern ausgeblendet wird. „Das Gipfelkreuz als Hoffnungszeichen: Wir gehen einen steilen Weg, der uns vielleicht verwandelt“, fasst Pfarrer Mellinghausen aus dem Kölner Raum zusammen.

Ebenfalls die Worte des Pfarrers: Gott gab uns auch die Technik. Deshalb sollen wir sie auch nutzen. Daran haltend haben wir die vorhanden technischen Möglichkeiten in Form einer Bergbahn genutzt, um unsere Leiden zu mindern. Über 150 unserer Kameraden haben dagegen die Möglichkeit einer Fußbesteigung gewählt. Vom Gipfel bietet der Pic du Jer einen wundervollen Blick über Lourdes und in die Pyrenäen.

Das bedeutet Glauben für: OSF Niedermüller

Oberstabsfeldwebel Niedermüller vom Unterstützungspersonal des Standortältesten der 1. Luftwaffendivision in Fürstenfeldbruck ist seit 1984 bei der Bundeswehr und bekannt für seine besondere Aktion „Kreuze aus Lourdes“. Seit seiner Soldatenwallfahrt 2001 flechtet er Kreuze aus gelber Schnur, die er an interessierte Pilger verkauft. Der Erlös wird von ihm gespendet und kommt u.a. dem Soldatenhilfswerk zugute. Bisher hat er fast 15.000 Euro zusammen. Bis zu seiner Pensionierung in 6,5 Jahren sollen es 20.000 werden. Er ist das 11mal in Lourdes.

„Glauben ist für mich Hoffnung, Liebe und Vertrauen.
Glauben bedeutet für mich auch: selbstloses Handeln für andere“.

Das bedeutet Glauben für: Pfarrhelfer Elmar Fries

Elmar ist seit 1993 Pfarrhelfer in Veitshöchheim und schon 34 Jahre bei der Bundeswehr (vorher war er im KWEA). Theologie hat er im Fernkurs an der Domschule in Würzburg absolviert. Er ist verantwortlich für Veitshöchheimer Pilger. Dies ist seine 17 Wallfahrt.

„Glauben ist für mich ein wichtiger Mittelpunkt in meinem Leben. Ich persönlich glaube an eine höhere Macht, die uns leitet und die uns führt. Unser Weg ist von Geburt an vorgegeben. Glaube kann Berge versetzen und bedeutet für mich auch Verständigung und Kommunikation.“

Das bedeutet Glauben für: OG Marius Herr

OG Marius Herr ist Freiwillig Wehrdienstleistender bei den Sanitätern in Veitshöchheim. Gebürtiger Rhöner und zukünftiger Student. Lourdes 2012 ist seine erste Wallfahrt.

„Die christliche Religion ist für mich eine Tradition. Ich verbinde mit ihr schöne Stunden der Gemeinsamkeit in meiner Kindheit. Zurzeit habe ich den Kontakt zur Kirche etwas vernachlässigt und suche nach meinem eigenen Weg.“

Das bedeutet Glauben für…

„Den Herrn kann man nur anrufen, wenn man an ihn glaubt“. Was bedeutet das konkret? Glauben? In einer Zeit, in der viele nur noch an Geld glauben, an die nächste Errungenschaft des Konsums? Wohin führt Glauben? Gibt er Orientierung in einer Zeit der Orientierungslosigkeit? Ist er die Suche nach dem Grund des Daseins?

In einer Portaitserie wollen wir die Teilnehmer der Wallfahrt zu Wort kommen lassen und sie befragen, was für sie Glauben bedeutet. Warum und woran sie glauben. Also, auf gehts…